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Hitchcock & Co.

Alfred Hitchcock erfand Suspense im Kino. Sein Einfluss ist in vielen heutigen Thrillern spürbar

Irgendwas stimmt hier nicht. Dieses Gefühl beschleicht Chris im einsamen Landhaus, wo die Familie seiner neuen Freundin lebt. Dabei scheint alles in Ordnung, die Eltern begrüßen ihn herzlich. Okay, es kommt ihm merkwürdig vor, dass sie schwarze Hausangestellte haben. Dass Chris selbst Afroamerikaner ist, scheint die Familie seiner weißen Freundin aber nicht zu stören – im Gegenteil. Sie werden nicht müde zu betonen, wie sehr ihr Herz für Barack Obama geschlagen hat.

Was den sympathischen jungen Mann im Laufe des Thrillers Get Out erwartet, soll hier nicht verraten werden. Nur so viel: Das meisterhafte Regiedebüt des Emmy-Gewinners Jordan Peele ist jetzt schon einer der besten Filme des Jahres. Und das liegt nicht nur am genialen Drehbuch und der glänzenden Besetzung. Peele ist etwas sehr Seltenes gelungen: In seinem Film werden Sie vor Nervenkitzel vergessen zu atmen, schallend lachen und dank der messerscharfen Gesellschaftskritik noch lange darüber nachdenken, welche Rolle die Hautfarbe im Jahr 2017 spielt.

Dieser Thriller ist einer der gegenwärtigen Filme, die gekonnt mit dem dramaturgischen Mittel der Suspense, einer speziellen Art von Spannungserzeugung, spielen. Als deren Meister gilt Alfred Hitchcock, der zwar nie einen Oscar gewann, dafür mit seinen über fünfzig Filmen die Geschichte des Kinos geprägt hat. Sein Sinn für makabren Humor sowie der geschickte Einsatz von Musik, Schnitt und Kamera halfen Hitchcock, sein Publikum aufs Glatteis zu führen und ihm genüsslich den Boden unter den Füßen wegzuziehen.

Zwei seiner Meisterwerke zeigen wir Ihnen an Bord: Der atmosphärische Mystery-Thriller Vertigo – Aus dem Reich der Toten von 1958 ist allerhöchste Filmkunst. Hier ist alles drin: Liebe und Verlust, Verbrechen und Spannung, Fragen nach Identität und der Macht von Illusionen.

Auch mit Die Vögel fesselt Hitchcock uns von Minute zu Minute immer mehr. Ein Partygirl aus San Francisco fährt mit dem Auto in ein Fischerdorf. Mit dabei hat sie zwei Papageien, mit denen sie einem Anwalt einen Streich spielen will. Falls Sie den Film noch nicht kennen sollten: Es werden nicht die einzigen Vögel bleiben. Und danach werden Sie die gefiederten Wesen mit anderen Augen sehen.

Die aktuelle US-Dramaserie Bates Motel, deren vierte Staffel wir Ihnen mit fünf Folgen präsentieren, zeigt, wie mächtig Hitchcocks Einfluss ist. Angelegt als Vorgeschichte zu seinem Thriller Psycho, kreist die Serie um die Beziehung zwischen dem jungen Norman Bates und seiner ‚Helikopter-Mutter‘ Norma Louise. Schauplatz ist das Oregon der Gegenwart. Hier erfahren Sie, wie aus dem jungen Norman eine gespaltene Persönlichkeit wurde, die Frauen beim Duschen stört.

Unter einer dissoziativen Identitätsstörung leidet auch Kevin. Er ist die Hauptfigur in Split, dem jüngsten Horrorthriller von M. Night Shyamalan. Erstklassig gespielt von James McAvoy, lebt Kevin acht unterschiedliche Persönlichkeiten aus, darunter einen 9-jährigen Jungen und eine Frau. Jede Identität hat sogar ihre eigene Zahnbürste. Unter dem Zoo von Philadelphia hält Kevin drei Teenagermädchen gefangen, die nicht wissen, was er mit ihnen vorhat. Stark beeinflusst von Hitchcock, lässt Shyamalan auch uns Zuschauer lange im Ungewissen. Wir ahnen nur: Irgendwas stimmt hier nicht.

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Get Out, Vertigo – Aus dem Reich der Toten, Die Vögel, Bates Motel, Split